Feierliche Verabschiedung der Abschlussschüler
Einmal sogar 1,0
Feierlich verabschiedet wurden 107 Zehntklässler der Realschule Maria Stern. In einem ökumenischen Gottesdienst, der von Kaplan Thomas Schmid und Pfarrer Martin Rehner geleitet wurde, verglichen die beiden Religionslehrerinnen Ramona Kerscher und Miriam Hildebrand die
Abschlussschüler mit einzigartigen Blumen, die in ihrer Schullaufbahn herangewachsen seien und sich in der Zukunft noch weiter entfalten sollten. Umrahmt wurde der Gottesdienst in Sankt Salvator von ruhigen, emotional anrührenden Klängen der Schulband unter der Leitung von Thomas Pichl.
Schulleiter Thomas Möckel betonte in seiner Ansprache, dass die „wahre Kultur“ eines Menschen der Einklang von „Hirn, Herz und Hand“ sei. Deshalb fördere die Realschule nicht nur den Intellekt, sondern auch das menschliche Mitgefühl und ein daraus resultierendes Handeln. Bei vielen Zehntklässlern habe er den Einklang dieser drei Bereiche bereits beobachten können und verband damit den Wunsch, dass sich dieser auch in ihrem zukünftigen Leben mit der Begleitung von Gott einstellen oder aufrechterhalten lasse. Herr Möckel bedankte sich bei den Eltern für deren Vertrauen, dem Elternbeirat, dem gesamten Lehrerkollegium – allen voran den Klassenleitungen – seinem Schulleiterteam und dem Sekretariat. Außerdem lobte er Schülersprecherin Leonie Stumpf für ihr verantwortungsvolles Handeln und charmantes Vertreten der Schule. Eingerahmt war seine Ansprache von zwei musikalischen Beiträgen der Big Band, geleitet von Thomas Pichl, und einem Bläserensemble aus der Klasse 8c unter der Leitung von Günther Egold.
Oberbürgermeister Hermann Faul ging in seinem Grußwort darauf ein, dass die Realschule eine solide Grundausbildung, Grundwissen und Grundkenntnisse vermittle, die die Schülerinnen und Schüler dazu befähige, sich von den Wurzeln ihrer Umgebung und auch des Elternhauses in einer gewissen Weise zu befreien und einer zwar ungewissen, aber doch gut vorbereiteten Zukunft mit Zuversicht entgegenzutreten. Dem Lehrerkollegium dankte er, den hervorragenden Ruf der Realschule weiterhin gepflegt zu haben.
Nach einem eindrucksvollen Tanz von Siebtklässlerinnen unter der Leitung von Lisa Buchner gab die Elternbeiratsvorsitzende Lydia Scheuer den Realschülern den Tipp, sich von Menschen, die einen eher belächeln, fernzuhalten und sich eher an die zu wenden, die einen unterstützen, Mut zusprechen und helfen wollen. In diesem Zusammenhang bedankte sie sich vor allem bei den Eltern, die ihren Sprösslingen stets die notwendige Hilfe und Liebe zukommen ließen.
Schülersprecherin Leonie Stumpf ließ vor allem auch emotional berührende Abschiedsworte folgen.
Auf der einen Seite freuten sich zwar alle jetzt über den erfolgreichen Realschulabschluss und die positiven Erfahrungen und Erlebnisse der Schulzeit, gleichzeitig sei man aber auch etwas traurig über den Abschied und ein wenig verunsichert über den zukünftigen „Weg, der manchmal kein leichter sein wird.“
Vor der Zeugnisübergabe charakterisierten die Klassenleitungen ihre jeweilige Klasse und verbanden damit die besten Wünsche für die Zukunft. Einen vom Publikum mit viel Applaus und großer Heiterkeit aufgenommenen Beitrag leistete dabei die Klassenleiterin Sigtraud Huber, welche selbst verfasste Gstanzln an ihre Schüler vortrug.
Bevor die Schüler mit herausragenden Leistungen geehrt wurden, verlieh Herr Armin Thienel, der Geschäftsführer der Partnerfirma Destilla, den MINT-Preis an den Schüler Daniel Busch (10b), der in allen naturwissenschaftlichen Fächern mit der Note Eins abgeschlossen hatte und herausragende Leistungen aufweisen konnte. Zudem erwarb er sich im Wahlfach Chemieübungen besondere Verdienste als Mentor der jüngeren Schüler, die dieses Fach belegten. Armin Thienel betonte im Anschluss, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland durch einen Fachkräftemangel im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich gefährdet sei und man dem entgegenwirken und alle Talente ausschöpfen und fördern müsse.
Gemeinsam mit der Elternbeiratsvorsitzenden Lydia Scheuerer konnte Schulleiter Thomas Möckel zwölf Schülerinnen und einen Schüler für sehr gute Gesamtleistungen mit Notendurchschnitten von 1,50 und besser im Abschlusszeugnis auszeichnen. Zu seiner besonderen Freude gab er bekannt, dass alle Schülerinnen und Schüler, die sich der Abschlussprüfung unterzogen hatten, diese auch erfolgreich bestanden hatten und dass mit Kathrin Merz auch in diesem Schuljahr eine Schülerin die Bestnote 1,0 im Abschlusszeugnis erreicht hatte.
Am Ende der Veranstaltung gab es bei einem Sektempfang in der Pausenhalle die Möglichkeit zu abschließenden Gesprächen.
Helmut Radeck
